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Nein zum Hilfspaket für Griechenland

Auch wenn aktuell niemand mehr Interesse daran hat, inhaltlich über Griechenland zu sprechen und sowieso alle Abgeordneten wissen, wie sie abzustimmen haben, jetzt auf Manager-Magazin.de mein Minderheitsvotum: Nein Zum „Hilfspaket“, aber Ja zur Griechenlandhilfe. Denn:

Geld allein reicht nicht. Wir brauchen den oben beschriebenen strukturellen Wandel zu einer sozialen Marktwirtschaft: Mehr Markt, weniger Regierung, mehr soziale Absicherung, weniger Kapitalismus.

Auch der IMF ist bekanntlich skeptisch, und Kollege Sinn, und viele andere. Aber das wird auch nichts ändern: Schade für Griechenland!

Sag mir, wo die Uni ist (PDF aus Forschung und Lehre)

Ist die vielbeschworene Autonomie der Hochschulen zu einer Autonomie der Hochschulleitung mutiert? Ergebnisse eines dreijährigen Forschungsprojekts zur Steuerung von Universitäten, das zu einer ernüchternden Schlussbilanz kommt.

Den kompletten  Beitrag von Christian Scholz und Volker Stein aus Forschung und Lehre (2015, 552-554) finden Sie -> hier, unter anderem mit folgenden Themen

  • Strategieproblem: Nicht jedes präsidiale Bauchgefühl ist eine Strategie. Daher:  Föderalistisches Formulieren von „echten“ Zielen für die Universität!
  • Strukturproblem: Fehler der Zentralsteuerung durch noch mehr Zentralsteuerung beheben. Daher: Fehlerhafte Gesetze sofort korrigieren!
  • Kulturproblem: Was ist eigentlich eine Universität? Daher: Nachdenken über universitätskulturelle Grundwerte!

Denn:

In diesem Zentralismus an der Universität beansprucht der Universitätspräsident/Rektor die Letztentscheidung über die Verwendung der öffentlich zur Verfügung gestellten Finanzmittel; gleichzeitig obliegen ihm alle Gestaltungsentscheidungen von Fakultäten und Lehrstühlen. Deshalb hat er die Entscheidungsmacht über Strategie, Schließung oder völlige Umstrukturierung von Fakultäten, Wahl von Dekanen, Berufung von Professoren, Schließen von Lehrstühlen, Forschungs- und Lehrprogramme, Budgetverteilung oder Leistungszulagen. Selbst Drittmittelanträge müssen über seinen Schreibtisch gehen. Schließlich hat er auch die Entscheidungsmacht, nichts zu tun und damit innovative Initiativen anderer ins Leere laufen zu lassen.

Wenn dann auch noch DAAD-Mittel quasi durch das Präsidialbüro vergeben (beziehungsweise nicht vergeben) werden) und überdimensionierte Presseabteilungen des Präsidenten noch das Erscheinungsbild in den Medien steuern beziehungsweise kaufen (Sonderbeilagen), dann ist die Chancenlosigkeit „normaler Lehrstühle“, die jenseits des präsidialen Segens ihre (nachweisbar gute) Arbeit machen, vorgezeichnet.

Nur: Es gibt keine Hinweise darauf, dass aus derartigen Strukturen/Strategien/Kulturen  akademische Exzellenz entsteht. So gesehen ist es nur eine Frage der Zeit, bis Charles Darwin zuschlagen wird.

Wie Yanis Varoufakis wirklich tickt (Chr. Scholz auf manager-magazin.de)

MM_VaroufakisIrgendwie waren wieder einmal alle von der griechischen Regierung überrascht. Vielleicht wird es Zeit, sich einmal intensiver mit dem Verhaltensmuster des griechischen Finanzministers Varoufakis zu beschäftigten. Und wenn man dann noch weiß, dass dieser von Counter-Strike und Michael Porter geprägt ist, dann wir völlig klar, warum diese Überraschungen zur Strategie gehören.

Mehr dazu und einige Hinweise auf das, was man jetzt eigentlich tun müsste, im Beitrag von Prof. Dr. Christian Scholz auf manager-magazin.de -> hier.

Manager-Magazin.de: Dem Uni-Bachelor geht es an den Kragen!

bachelorMMBei allen den (letztlich grotesken und allenfalls vordergründig – aber unbegründet –  auf Forschung ausgerichteten) Vorschlägen zur Neustrukturierungen von Fakultäten sollten wir die Lehre und die Studenten nicht aus den Augen verlieren. Und in diesem Zusammenhang sollten wir auch über die Hürde nachdenken, die Hochschulbürokraten so begeistert zwischen der Bachelor- und der Musterstufe aufgebaut haben.  Manager-Magazin.de: Dem Uni-Bachelor geht es an den Kragen! weiterlesen

Wir brauchen Personalabteilungen mit Verantwortung

Auch wenn meine Meinung sicherlich nicht mainstream ist: Beispiele wie der Absturz der Germanwings-Maschine zeigen, dass wir Personalabteilungen nicht weiter abbauen, sondern „Empowern“ sollten (Chr. Scholz auf manager-magazin.de).

Immer mehr Befugnisse werden an Führungskräfte und Mitarbeiter verschoben. Letzteres nennt man inzwischen „Demokratisierung“: Mitarbeiter sollen ihren eigenen Chef wählen, zudem über Gehälter, Neueinstellungen und Arbeitsverteilung entscheiden. Auch sonst gilt es als chic, sich von der Personalabteilung zu distanzieren und sogar nach der Politik zu rufen, weil die Personalabteilungen versagt hätten.

Also: eine schöne Unternehmenswelt – ohne irgendeine störende Personalabteilung.

Doch wer trägt am Ende die Verantwortung? Wenn falsche Leute eingestellt werden? Wenn wegen einer fehlenden Sicherheitskultur eine Ölplattform explodiert? Wenn …..

mehr dazu ->hier

Führungskräfte sollen führen, nicht gehorchen

…. ist die Botschaft meiner heutigen Kolumne aus der WELT. Sie basiert auf dem letzten Super Bowl und dem Sieg 🙂 der New England Patriots.

Die Berufsbezeichnung „Führungskraft“ beinhaltet das Wort „Führen“, aber nicht das Wort „Gehorchen“. Wer sich als „Führungskraft“ bezeichnet, darf nicht primär Befehle umsetzen. Die offenbar dramatisch veralteten Führungstrainings in Unternehmen müssen sich endlich mit dem Kern der Führung befassen, nämlich mit Führungsverantwortung. Und dazu gehört, auch einmal nicht zu gehorchen.

Nachzulesen in der Welt und  online -> hier.

Kolumne in der WELT und interessante Kommentare

In der aktuellen Kolumne in der WELT geht es um die Generation Z , die immer nur gelobt werden will:

Trophäen für alle als Problem für die Helokopter-Kinder!
Ob in der Schule oder am Arbeitsplatz: Die Generation Z sieht einen fast schon verfassungsrechtlichen Anspruch auf eine gute Bewertung.

Der komplette Text mit diversen Kommentaren findet man -> hier.
Noch interessanter:  Die Diskussion auf facebook z.B. -> hier.