Alle Beiträge von Christian Scholz

HPI: Arbeitsministerium zieht sich zurück

Die Kritik am Humanpotentialindex (HPI) hat dazu geführt, dass sich das Ministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus diesem Projekt zurückzieht. (mehr hier)

Inzwischen ist das Netzwerk aber derarig angewachsen, dass die das große Geld witternde Beratungsunternehmen weitermachen werden – zumindest ist das der Schluß, wenn man entsprechende Meldungen aus HRM.de (mehr hier) liest.

Und schließlich: Wer an den wirklichen Zusammenhängen interessiert ist, der kommt um die Netzweranalyse von Volker Stein (mehr hier) nicht herum.

Mitarbeiterbefragungen „Ja-aber!“: Professor Scholz im SR

Am 27.07 erläuterte Prof. Scholz Pro und Contras von Mitarbeiterbefragungen. Die zwei zwei zentralen Aussagen: (1) Richtig durchgeführt, sind sie ein wichtiges Hilfsmittel moderner Personalarbeit. (2) Konkrete Beurteilung „von Kollegen durch Kollegen“ sind problematisch.

DIe Zusammenfassung vom Interview (incl. Video) findet sich auf der Webseite vom Saarlädnischen Rundfunk (hier)

Kommerzielle Unternehmenspreise in der Kritik

Die ARD-Sendung PlusMinus diskutierte in ihrem Beitrag am 14. Juli 2009 die Zunahme von kommerziellen Unternehmenspreisen, die durch extrem hohe Teilnehmergebühren und andere Zahlungsverpflichtungen die „Auszeichnungen“ zu lukrativen Geschäftsmodellen für die Preisverleiher werden lasssen. (link zum FIlm)

Dass dies aber fatale Konsequenzen haben kann, wurde bereits an anderer Stelle (link) thematisiert.

An dieser Stelle der Hinweis: Unser BestPersAward ist (ganz anders als viele oft in gleichem Zusammenhang erwähnte hoch-kommerzielle Aktionen) ein nicht-kommerzieller Arbeitsgeberwettbewerb und deshalb für die beteiligten Firmen völlig kostenlos …. und zwar vom Erhalt des Fragebogens bis zur Abschlußverleihung und dem „Siegergerwürfel“. In diesem Jahr werden mehr als 40 Firmen teilnehmen.

Bologna-Schwarzbuch bei Jürgen Alberts in der BücherLese im SR

In der BücherLese am 11.7.2009 stellte Jürgen Alberts das im Auftrage des Hochschulverbandes publizierte Bologna-Schwarzbuch vor und sprach mit Christian Scholz, der gemeinsam mit Volker Stein diese Dokumentation herausgeben hat.

Hauptaussage des Beitrages: Vieles, was heute im Bologna-Prozeß zurecht kritisiert wird, war in der ursprünglich richtigen Bologna-Idee überhaupt nicht vorhanden. Deshalb darf man sich nicht sklavisch an die aktuelle Bologna-Interpretation ketten und sollte über moderne, zukunftsorientierte Weiterentwicklungen  nachdenken.

HPI@SPD: Arbeitsweltforschung als angewandte Wissenschaft

Im verabschiedeten Wahlprogramm der SPD findet sich auf Seite 14 eine klare Festlegung auf den HPI der Beratungsfirma Psychonomics als „wichtige Ergänzung zum DGB-Index Gute Arbeit“.  Nimmt man das beachtliche HPI-Netzwerk, das von der DGFP und von anderen Vereinigungen über diverse Professoren/Professorinnen und unzählige Beratungsfirmen  bis hin zu zumindest einem zentralen Personalmagazin reicht, so hat sich möglicherweise (nichtzuletzt wegen der Profitabilität dieses Projektes)  die SPD eine beachtliche Wahlkampftruppe aufgebaut und zwar unabhängig davon, ob der HPI wissenschaftlich überhaupt haltbar ist beziehungsweise Unternehmen und Mitarbeitern in irgendeiner Form wirklich hilft.