bwlKUNSTseminar auf Radio Salü (Update)

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Die Bachelor-Seminaristen des WS2011/2012 des Orga-Lehrstuhls haben die moderne Arbeitswelt im Spiegel der Kunst betrachtet und in Kunstwerken zum Ausdruck gebracht.

Natascha Fuchs von Radio Salü hat drei Studierende sowie Professor Scholz zu den Objekten und dem Seminar interviewt. Der Beitrag wird am 19. Januar 2012 zwischen 14:00 Uhr und 18:00 Uhr ausgestrahlt.

Also Radio Salü einschalten und natürlich noch die Ausstellung in Gebäude B4 1 vorm Dekanat der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät bis Freitag besuchen!

Zur emotionalen Bindung: Gallup vs. Scholz

Auf einer Webseite von Brandeins (link -> hier) findet man folgende Frage:

Seit 2001 untersucht das Meinungsforschungsinstitut Gallup, wie motiviert die Mitarbeiter deutscher Unternehmen sind. Kaum, lautet seit zehn Jahren die Antwort von gut zwei Dritteln der Beschäftigten. Überhaupt nicht motiviert ist demnach eine wachsende Gruppe von aktuell 21 Prozent. Wie kann es sein, dass die Wirtschaft bei so viel Frust nicht zusammengebrochen ist, die Produktivität sogar zunahm?

Während insgesamt bei diesem Thema eher lamentiert und auf die Sinnhaftigkeit von Gallup sowie ihre unmittelbare Verknüpfung von emotionaler Bindung mit  Leistungsbereitschaft hingewiesen wird, kommt aus der Uni Saarbrücken eine ganz andere Botschaft:

Christian Scholz, Professor für Organisation, Personal- und Informationsmanagement an der Universität des Saarlandes, sieht das ganz anders: „Natürlich nimmt die emotionale Bindung von Mitarbeitern zum Unternehmen ab. Nur kann man geringe Bindung nicht mit geringer Leistungsbereitschaft gleichsetzen, was uns der Profifußball anschaulich belegt: Spitzenspieler weisen oft keine emotionale Bindung zu ihrem Verein auf und liefern trotzdem eine Spitzenleistung.“

Danach ist emotionale Bindung kein sinnvolles Untersuchungsthema – auch wenn man damit gut werbewirksame Schlagzeilen machen kann, wie Gallup eindrucksvoll belegt,

Heute: „Der Anhalter durch die Arbeitswelt“ in der BücherLese bei Jürgen Albers im SR2

Am Samstag, den 14. 1 2011  ist Prof. Christian Scholz zu Gast in der Sendung BücherLeser von Jürgen Albers (link ->hier) und zwar im SR2 KulturRadio zwischen 15:04 und 16:00. Gesprochen wird über sein Buch „Per Anhalter durch die Arbeitswelt: Ein Reiseführer mit Tipps für Studenten, Politiker und andere normale Menschen“ (link->hier).

Das Buch bringt Beitrage aus seinem auf FAZ.NET seit fünf Jahren erscheinenden Blog, der mit teilweise über 20.000 Lesern pro Eintrag inzwischen ein breites Publikum erreicht.

Was ist der Mehrwert des Buches gegenüber den Einträgen im Blog? Dazu Christian Scholz: „Die Beiträge sind im wesentlichen die gleichen geblieben, denn ein Blog und damit auch das Buch lebt vom Spontanen. Nur jetzt ist es als kleines Buch erschienen, ist farbig und man kann es ganz leicht in den Rucksack oder den Aktenkoffer packen. Denn dann hat man es immer griffbereit, wenn man es braucht!“

Das besprochene Buch ist  kein wissenschaftlicher Text. Verfasst in Anlehnung an Douglas Adams‘ „Per Anhalter durch die Galaxis“ ist es ein Reiseführer: In ihm werden Personen, Rituale und Besonderheiten der heutigen Zeit erklärt und mit konkreten Ratschlägen für  Bewerber, Führungskräfte, Personalmanager, Politiker, Medienvertreter und Studenten verbunden.

link zum Buch -> hier
link zur Sendung -> hier
link zur Pressemeldung -> hier 

 

System Dynamics Seminar am 13. und 14.01.2012 in HR-Strategy

Im Rahmen der Veranstaltung HR-Strategy and Human Capital Management findet diese Woche das angekündigte System Dynamics Seminar statt:

Das System Dynamics Seminar mit Frau Jun.-Prof. Zimmermann findet am
Zeit:
Fr, 13. und Sa, 14.01.2012 jeweils von 9 bis 16 Uhr statt.
Ort:
Freitag 9 – 12 Gebäude B4 1, Raum 105,
Freitag nach der Mittagspause/Samstag Gebäude E2 2, Günter-Hotz-Hörsaal
(neues Informatikgebäude)

Bitte bringen Sie, wie angekündigt, Ihre Laptops mit und installieren Sie vorab folgendes Programm!

Die Vollversion des benötigten Programms „Vensim“ können Sie unter folgendem Link beantragen. Bitte beachten Sie, dass die Beantragung 24 Stunden dauern kann.
Zur Beantragung benötigen Sie Ihre studentische E-Mail-Adresse mit der Endung @stud.uni-saarland.de, da nur für die Teilnehmer des Seminars eine zeitlich beschränkte kostenlose Vollversion zur Verfügung steht.

Link:

Falls Sie die Vollversion nicht bis zum Seminar freischalten können, laden Sie sich bitte die kostenlose Testversion „Vensim PLE“ herunter:

Link: http://www.vensim.com/freedownload.html

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Lernerfolg!

Aufgrund einiger Nachfragen: Die Inhalte des Seminars sind selbstverständlich klausurrelevant.

Heute im STANDARD: Generation Z als Nachfolger der Generation Y?

Es sieht so aus, als ob sich aus dem Wertesystem der vielzitierten Generation Y heraus Veränderungen abzeichnen. Sie laufen in Richtung auf das, was man bereits jetzt die Generation Z bezeichnet. Im heutigen STANDARD (print: 7./8.1.2012) Seite K18 )  beschreibt Prof. Scholz in seiner Kolumne diesen Ausblick in die neue Arbeitswelt (link -> hier) unter anderem wie folgt:

Es kommt eine spannende Arbeitswelt auf uns zu, in der sich entspannte Einzelkämpfer zu virtuellen Teambesprechungen auch deshalb im Internet treffen, weil sie sowieso wenig Interesse an anderen spüren: Man hat als Mikro-Informationsmanager genug mit sich selbst zu tun. Denn die Generation Z sieht sich als digitaler Entrepreneur mit dem Ziel der persönlichen Einkommens- und Lebenslustmaximierung. Dafür ist sie auch bereit, manchmal hart zu arbeiten – aber möglichst nicht am Wochenende.

Das Ergebnis:

Die Generation Z steht nicht nur vor der Türe, sie ist angekommen. Vielleicht sollten wir uns nicht nur darauf vorbereiten, sondern von ihr lernen, also die Welt weniger verbissen und weniger ernst nehmen, gleichzeitig aber auch uns selber freundlich lächelnd in den Mittelpunkt stellen. Wäre das nicht einmal ein guter Vorsatz für 2012?

In jedem Fall wird uns in der Forschung dieses Thema weiter beschäftigen – nicht zuletzt natürlich auch wegen der Querbeziehung zum Darwiportunismus.

Quelle: -> hier

Manager Magazin: Etwas wenig über die Personalabteilung

Eigentlich hätte es im Manager Magazin (12/2011) ein kritischer Artikel über die Personalarbeit in deutschen Unternehmen werden sollen. Was dann aber Eva Buchhorn – wie stets viel zu harmlos und viel zu wenig durchdacht – unter der Überschrift „Frust im Job“ (online -> hier) ablieferte, war lediglich eine unsystematische Aneinanderreihung kleiner Episoden.

Auch wenn man sich natürlich darüber freuen kann,  bei ihr mit einem schönen Absatz markant erwähnt zu werden …

Über eine „entsetzliche Deprofessionalisierung“ schimpft Christian Scholz. Obwohl wie stets eine Spur zu laut, legt der Saarbrücker Professor für Personalmanagement den Finger in eine schon lange schwärende Wunde: Der seit Jahrzehnten mit quengeliger Wehleidigkeit vorgetragene Anspruch der HRler, als strategischer Partner im Konzern wahr- und ernst genommen zu werden, ist deshalb noch immer Wunschdenken. (link)

… bleibt  ein seltsamer Nachgeschmack nach dem sehr langen Interview: Denn während des Telefonats hatte sich Eva Buchhorn mehrfach spürbar geärgert, dass ihrer Bitte nach vertraulicher Weitergabe von vertraulichen Informationen zu deutschen Unternehmen selbstredend nicht nachgekommen wurde. Gleichzeitig hatte sie an Hintergründen und komplexen Begründungen kein Interesse.

Hier unterschätzt sie ihre Leserinnen und Leser: Das Thema „Unzureichende Personalarbeit deutscher Unternehmen“ ist viel zu ernst und viel zu wichtig, als es lediglich oberflächlich aufzubereiten. Es gilt vielmehr, das Gesamtbild samt seiner hintergründigen Logik zu entschlüsseln. Ansonsten fehlt der Mehrwert einer solchen Analyse, nämlich, tiefer gehende Einsichten zu verschaffen und den Entscheidern die Möglichkeit zu eröffnen, an der Sache an sich etwas zu verändern.

16.01.2012 um 17 Uhr: Eröffnung unserer Ausstellung „Die moderne Arbeitswelt im Spiegelbild der Kunst“

Diesmal sind die Bachelor-Studenten von Prof. Scholz einen ganz anderen Weg gegangen (link ->hier): Statt mehr oder weniger umfrangreiche Seminararbeiten zu schreiben, haben sie ihre Untersuchungsergebnisse in Kunst transformiert.

„Ziel des Seminars ist es, den Studierenden die Arbeitswelt aus einem anderen, für Wirtschaftswissenschaftler unüblichen Blickwinkel näher zu bringen“, erläutert Christian Scholz, Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Organisation, Personal- und Informationsmanagement, auf die Frage nach der Absicht des Seminars.

Auf diese Weise wurden die Teilnehmer des Seminars über die Grenzen einer „klassischen Seminararbeit“, welche sich auf die Zusammenfassung theoretischer Texte konzentriert, gefordert und dazu motiviert, persönliche Eindrücke aus der modernen Arbeitswelt in ihre künstlerische Arbeit einfließen zu lassen. Ergänzend lernten die Studentinnen und Studenten durch Expertenvorträge auch neue Arbeitstechniken und die Bedeutung der Kunst in der heutigen Arbeitswelt kennen.

Die Themen reichen von  „Loyalität nach Hierarchie“ über die  Gläserne Decke, mit der Frauen auf ihrem Weg in die Chefetagen zu kämpfen haben bis hin zu Kinderarbeit und dem „Super-Sonder-Angebot“ der Bachelor-Ausbildung.
Die Eröffnung der Ausstellung findet am 16.01.2012 um 17 Uhr vor dem Dekanat in Gebäude B41 an der Saar-Uni statt. Die Kunstwerke sind Interessierten danach noch bis Freitag, 20. Januar, zugänglich.

Weitere Informationen unter Tel: (0681) 3024120 bzw. E-Mail: scholz@orga.uni-sb.de  .

Fünf gute Vorsätze für eine gute Personalarbeit

Skeptiker mögen es kaum glauben: Aber gleich hinter dem Mineralölkonzern Exxon wurde Apple zum Jahresende 2011 das zweitwertvollste Unternehmen der Welt.

Irgendwas muss Apple also richtig machen und genau dieses „Irgendwas“ könnte man doch auch auf die Arbeitswelt übertragen.

Daher präsentiert der Reiseführer „Per Anhalter durch die Arbeitswelt“ auf faz.net  (link -> hier) heute zum Jahresanfang 2012 genau die fünf Apple-Merkmale, an denen sich Gestalter der Arbeitswelt und damit die Personalarbeit – letztlich also auch und gerade die Personalabteilung – zwingend orientieren sollten.

Trends für 2012: Es wird sich mehr tun, als es aussieht

In der Personalwirtschaft 1/2012 (link -> hier) liefert unter anderem Prof. Scholz seine Prognosen für das kommende Jahr 2012 …. und an dieser Stelle exklusiv auch die daraus abzuleitenden Konsequenzen:

 1. Unternehmen stehen vor einem dramatischen Wandel, der aber weitgehend verdeckt stattfindet. Dabei werden nicht nur aus Gründen der Produktionsflexibilität Arbeitsaufgaben auf Fremdfirmen ausgelagert, sondern auch zur Erhöhung der Gesamtproduktivität unproduktive Managerstellen gestrichen.

Also: Hier stellt sich die Frage, ob diese Firmen tatsächlich Chancen & Risiken abgewogen haben oder nur mal wieder auf Berater hereingefallen sind.

2.  Reizthemen, wie „verordneten Frauenquote“,  geraten in den Hintergrund, da deren kontraproduktive Effekte sichtbar werden.

Also: Eine Chance für die Wissenschaft, die sich versachlichende Debatte aufzugreifen.

 3.  Die anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise führt zu einer Verunsicherung der Belegschaft und zu einem Betriebsklima, bei dem interner Wettbewerb, Unehrlichkeit und Unfairness dominieren.

Also: Die Personalarbeit im Unternehmen muss aufpassen.

 4.  Die Entlohnungsschere zwischen Geringverdienern und Topverdienern wird dramatisch noch weiter auseinandergehen. Es wird aber angesichts der politischen und medialen Macht der Nutznießer keine gesellschaftliche Diskussion darüber geben, nicht einmal nach dem Motto „Jedes Gehalt jenseits von 300.000 Euro ist unsittlich“.

Also: Eigentlich sollte man doch mal wieder dieses Thema aufgreifen ….. nur wird es dafür kein Medium geben.