Trends für 2012: Es wird sich mehr tun, als es aussieht

In der Personalwirtschaft 1/2012 (link -> hier) liefert unter anderem Prof. Scholz seine Prognosen für das kommende Jahr 2012 …. und an dieser Stelle exklusiv auch die daraus abzuleitenden Konsequenzen:

 1. Unternehmen stehen vor einem dramatischen Wandel, der aber weitgehend verdeckt stattfindet. Dabei werden nicht nur aus Gründen der Produktionsflexibilität Arbeitsaufgaben auf Fremdfirmen ausgelagert, sondern auch zur Erhöhung der Gesamtproduktivität unproduktive Managerstellen gestrichen.

Also: Hier stellt sich die Frage, ob diese Firmen tatsächlich Chancen & Risiken abgewogen haben oder nur mal wieder auf Berater hereingefallen sind.

2.  Reizthemen, wie „verordneten Frauenquote“,  geraten in den Hintergrund, da deren kontraproduktive Effekte sichtbar werden.

Also: Eine Chance für die Wissenschaft, die sich versachlichende Debatte aufzugreifen.

 3.  Die anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise führt zu einer Verunsicherung der Belegschaft und zu einem Betriebsklima, bei dem interner Wettbewerb, Unehrlichkeit und Unfairness dominieren.

Also: Die Personalarbeit im Unternehmen muss aufpassen.

 4.  Die Entlohnungsschere zwischen Geringverdienern und Topverdienern wird dramatisch noch weiter auseinandergehen. Es wird aber angesichts der politischen und medialen Macht der Nutznießer keine gesellschaftliche Diskussion darüber geben, nicht einmal nach dem Motto „Jedes Gehalt jenseits von 300.000 Euro ist unsittlich“.

Also: Eigentlich sollte man doch mal wieder dieses Thema aufgreifen ….. nur wird es dafür kein Medium geben.

u.a. im STANDARD: Besoldungsreform Oberösterreich

Das Land Oberösterreich feiert 10 Jahre „Besoldung Neu“.

Dazu einige weniger Bilder von der Pressekonferenz  (-> hier 2:25-2:40) sowie den ausführlichen Text (-> hier).

Plus: Ein Artikel von Prof. Scholz im  STANDARD (17. Dezember 2011, Seite F7),
u.a. mit folgenden Aussagen:

Es ist es üblich, bei der Personalarbeit den öffentlichen Dienst als steinzeitlich zu kritisieren: Da gibt es die pragmatisierten Beamten, den Regelaufstieg, die vielen Zulagen, den Vorruhestand und nicht zuletzt unzufriedene Kunden beziehungsweise Bürger. Bei dieser durchaus teilweise berechtigen Diskussion wird aber übersehen, dass sich hier vieles tut und dass sich vor allem in Oberösterreich schon viel Beeindruckendes getan hat.

(…)

Denn auch hier ist es überlebenskritisch, motivierte und leistungsbereite Mitarbeiter/innen zu haben beziehungsweise zu bekommen. Und damit es ist auch für eine Landesregierung wichtig und richtig, sich mit Fragen des Personalmanagements zu beschäftigten: Denn „Wettbewerbsvorteil durch bessere Personalarbeit“ bedeutet hier, dass Oberösterreich hier ein Tick besser ist als andere Bundesländer, was uns Bürgern und Mitarbeiter/innen zu Gute kommt.

Natürlich ist man auch in Oberösterreich noch lange nicht am Ziel: Sich zu verabschieden von einer (Dienst-)Altersentlohnung und sich hin zu einer Entlohnung nach Aufgabe zu bewegen ist ebenso schwierig wie ein Verzicht auf Regelbeförderungen nach Funktions- und Gehaltsstufen. Dazu gehört auch, dass man bei weniger Arbeitsstunden oder weniger schweren Aufgaben weniger Gehalt als vorher bekommt und dass sich daraus eine echte Variabilisierung der Entlohnung ergibt. Das Ergebnis ist dann ein sukzessives Umdenken, wonach man eben nicht eine Treppe nach oben klettert und sich auf den Lorbeeren ausruhen kann, die man irgendwann einmal in der Vergangenheit erworben hat.

Diskussionen, wie die in Linz, gehen deutlich weiter als das, was man zuweilen nur schwer (oder gar nicht) bei manchen „fortschrittlichen Personalisten“ österreichischer Unternehmen der Privatwirtschaft zur Weiterentwicklungen der Personalarbeit thematisieren kann. Also: Vielleicht einmal nicht reflexartig über den öffentlichen Sektor die Nase rümpfen, sondern erkennen, dass man vor allem bei der eigenen Ausrichtung auf die Zukunft hier Bemerkenswertes lernen kann.

Oder wie heisst es so schön: „In Linz beginnt’s“.

 

 

Zitat des Tages

Im Artikel „Die Lernunlust der Alphamänner“  von Axel Gloger in der FTD äußert sich  Prof. Christian Scholz zur Bereitschaft von Top-Managern zur Qualifikation in eigener Sache:

„Es gehört in der Topliga zum guten Ton, sich der Weiterbildung zu verschließen. Die suchen nicht mehr nach dem Neuen in der Welt, ihren Hunger nach Wissen halten sie für gestillt, sie haben fertig gelernt.“

In der heutigen HR-Presseschau von humanresourcemanager.de wurde daraus das „Zitat desTages“.

Internationale Forschung international präsentiert


Professor Christian Scholz und Professor Volker Stein hielten heute auf der 1st Israeli Global Human Resource Management Conference (GHRM) zwei Vorträge:

In „International Human Capital Measurement as an Overdue Necessity for a Strategic IHRM“ ging es um die Erweiterung der inzwischen hinlänglich bekannten Saarbrücker Formel in Richtung der internationalen Standardisierung ihrer Messgrößen.  Ziel ist es, einen weltweit einsetzbaren Humankapitalbewertungsstandard zu etablieren.

In „Should Cultural Intelligence Call for Acting against Culture?“ wurde die These aufgestellt und situativ begründet, dass es durchaus kulturell intelligent sein kann, als Unternehmen in einem Land ganz bewusst gegen die dominierende Kultur zu agieren.

Mit den beiden Vorträgen wurden zwei traditionsreiche Forschungslinien der gemeinsamen Arbeit auf neue inhaltlich-methodische Ebenen gestellt. Also gilt: more to come!

Willkommen im Team

Wir heißen unsere neue Mitarbeitern Hanna Rouppo herzlich im Team von orga.uni-sb.de willkommen.

Dipl.-Kffr. Hanna Rouppo, Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität des Saarlandes mit den Schwerpunkten Organisation und Personalmanagement sowie Marketing und Internationales Management.

Arbeitserfahrung als studentische Mitarbeiterin beim International Office, beim Institut für Konsum- und Verhaltensforschung sowie am Lehrstuhl für Makroökonomie und internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität des Saarlandes.

Praktika im Bereich Personalentwicklung bei der ZF Getriebe GmbH sowie im Bereich International Business Development bei der Affinitas GmbH

Preisverleihung des BestPersAwards an der Saar-Uni: Gelungener Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis

„Bester Arbeitgeber für das Jahr 2010/2011“ ist die Otto Bock HealthCare GmbH. Das Unternehmen hat den BestPersAward 2011 gewonnen. Der Wettbewerb wird alle zwei Jahre vom Institut für Managementkompetenz (imk) unter der Leitung von Professor Dr. Christian Scholz an der Universität des Saarlandes ausgerichtet. Der BestPersAward ist ein Wettbewerb um die beste Personalarbeit in mittelständischen Unternehmen.

Die Otto Bock HealthCare GmbH konnte in allen der zehn untersuchten Sparten hohe Punktzahlen erreichen und stellte damit ihre guten personalwirtschaftlichen Aktivitäten unter Beweis. Platz zwei ging an die Stryker Trauma GmbH, Rang drei konnte sich die Union Asset Management Holding AG sichern. Zehn Kategorien, wie beispielsweise Strategie und Vision, Personalentwicklung, aber auch Familienfreundlichkeit und Diversity werden bewertet.

Insgesamt haben sich 34 Unternehmen aus ganz Deutschland beteiligt. Um am BestPersAward teilzunehmen, senden die Personalverantwortlichen der Unternehmen einen ausgefüllten Fragebogen an das imk. Dort wird eine wissenschaftliche Analyse im Hinblick auf Professionalität und Zukunftsfähigkeit des Personalmanagements durchgeführt. Dabei wird auf strenge Standards gesetzt: Nur wer über mehrere Jahre eine solide, moderne Personalarbeit betreibt, bekommt das BestPers-Zertifikat. Das BestPers-Zertifikat ist ein Qualitätssiegel, das vorbildliche und zukunftsweisende Personalarbeit prämiert. Die Unternehmen dürfen dieses BestPers-Zertifikat kostenlos für zwei Jahre werblich nutzen. Alle Zertifikatsträger sind unter www.besteArbeitgeber.de aufgelistet.

Alle beteiligten Unternehmen erhalten im Zuge der Bewerbung ein vertrauliches Kurzfeedback mit Informationen über Stärken und Schwächen ihrer Personalarbeit. Dieses Feedback ermöglicht es den Teilnehmern, ihre Personalaktivitäten im Vergleich mit den anderen Teilnehmern zu positionieren und eventuellen Handlungsbedarf abzuleiten.

Die Organisatoren freuen sich über einen gelungenen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis im Rahmen der Preisverleihung. Dank der Sponsoren HR Performance, Lohn+Gehalt, Personalmagazin sowie Villeroy und Boch war die Teilnahme am Wettbewerb und an der Preisverleihung am 17. November unter der Moderation des imk-Geschäftsführers Univ.-Prof. Dr. Volker Stein kostenlos.

Christian Scholz, Professor für Personalmanagement an der Universität des Saarlandes und Initiator des BestPersAwards, ist erfreut über die zunehmende Professionalisierung der Personalarbeit im Mittelstand: „Der BestPersAward zeigt, dass sich die Mittelständler nicht hinter den Großunternehmen verstecken müssen.“

Weitere Informationen unter www.bestpersaward.de.

 

Kontakt:

Dr. Stefanie Müller

Institut für Managementkompetenz (imk)

E-Mail: stefanie.mueller@orga.uni-sb.de

Tel.: (0681) 3024722

 

Bitte beachten Sie auch http://www.haufe.de/personal/newsDetails?newsID=1321625552.36&portal=HPO